Aus Rubys Küche

9. Januar 2010

UFOs und Pizza

Abgelegt unter: Alltag — Ruby @ 20:57

Schuld sind ja nur die Katzen. Seit der Kleine dem Großen beigebracht hat, dass man in der Küche auch auf die Arbeitsplatte springen kann (echt?! toll!!), haben wir keine ruhige Minute mehr. Und das nach vielen gemeinsam verschlendrian-ten Jahren, in denen wir nie etwas wegräumen mussten. Jetzt muss alles sofort weg, sonst steckt eine Katzennase drin. Schnuppert, schleckt, frißt. Wir haben jetzt ein Fach im Oberschrank ausgeräumt in das wir alles reinstellen, was gerettet werden muss. Teig, der geht. Kuchen. Sachen, die abkühlen. Das sind die Nachteile einer offenen Küche, Türe zumachen ist nicht.

Also musste der bereits ausgewellte Teig für die Pizza weg. Weil der aber nicht in den Schrank passt, hab ich ihn samt Nudelbrett auf den Apotherschrank gestellt. In vermeintlicher Sicherheit. Dummerweise hatte ich das eine Viertelstunde später schon wieder vergessen und hab die Tür aufgezogen. Komisch, geht das heute schwer. Rumms, kam das Nudelbrett samt Pizzaböden aus knapp 2 Metern Höhe runtergekracht.

Die gute Nachricht: die Pizzaböden waren nur zusammengeschoben und konnten (auch vor den blitzschnell angeflitzten Katzen) gerettet werden.  Die schlechte Nachricht: das Nudelbrett hat eine Querleiste eingebüßt und der Küchenboden eine ordentliche Macke. Gottseidank ist das ein alter Dielenboden und das nicht die erste Schramme. Auch den Spreißel aus meiner Hand (vom Nudelbrett) konnte wir flugs (mit der eigentlich für Fischgräten reservierten!) Pinzette schnell wieder rauspulen.

Hier die beteiligten Opfer in der Reihenfolge ihres Auftretens bzw. Auftreffens:

31. Oktober 2009

Mamarezept – Spinatpudding

Abgelegt unter: Alltag, Fleischernes, Gemüse — Ruby @ 15:45

Fremdkochen Mein liebstes MamarezeptIm Oktober ist die Mama-Küche das Thema in der Hüttenhilfe. Fast hätte ich es verpasst, wo ich mir doch so viel Mühe gegeben hatte diese Woche.

Als Kind hatte ich viele, viele Lieblingsessen, wie z.B Reisauflauf (am liebsten noch die rohe Masse), Kartoffelbrei und Hachée (von uns Kindern ‘Kartoffelbrei und Asche’ genannt – woher hätten wir wissen sollen, was Hachée ist?), Erbsenbrei mit Sauerkraut oder Kässpatzen. Nicht minder beliebt war Spinatpudding. Allerdings gabs den immer in Schüben. Wenn er aus der Form ging, gab es ihn regelmäßig. Doch sobald er sich mal nicht aus der Form lösen ließ, war es vorbei und meine Mutter strich ihn rigoros vom Speiseplan. Aber immer nur für eine Weile, irgendwann hat sie es dann doch wieder ausprobiert und natürlich geschafft.

Als ich zum Studium wegzog, gab mir meine Mutter ein Kochbuch mit, in das sie, meine Großmutter und eine Tante Rezepte geschrieben hatten. Darunter war auch der Spinatpudding. Ich bin mir sicher, dass ich das Rezept in meiner Studienzeit mal nachgekocht habe, kann mich aber nicht an den Ausgang erinnern. Allerdings wundert es mich, dass es in unserer WG-Küche eine Wasserbadform gegeben haben soll. Vielleicht hab ich die Masse ja auch im Ofen gebacken.

Auf jeden Fall habe ich den Spinatpudding diese Woche nachgekocht. Und siehe da, alles wie in den guten alten Zeiten: der Pudding schmeckte hochlecker und ging nicht aus der Form! Dabei habe ich gebuttert und gebröselt, was das Zeug hält. Ach, wie gut kann ich heute meine Mutter verstehen, aber ich werde es weiter versuchen. Bis er aus der Form geht.

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Muttis Spinatpudding

(4 Portionen)

Zutaten:

  • 500g Spinat
  • 4 Brötchen
  • 1/4 l Milch
  • 350g Hackfleisch
  • 3 Eier (getrennt)
  • Salz, Muskat
  • Semmelbrösel
  • Wasserbad-Puddingform (auf dem Bild unten)

Zubereitung:

Spinat kochen und fein wiegen. Die Brötchen in der Milch einweichen, ausdrücken, klein zerzupfen und in der Pfanne etwas antrocknen. Das Hackfleisch, die Eigelbe, Salz und Muskat sowie den Spinat untermengen.

Die Eiweiß zu Schnee schlagen und unter die Spinatmasse heben. In eine gut gefettete und ausgebröselte Form füllen. Im Schnellkochtopf 20 Minuten garen. Dazu gabs bei uns immer eine einfache Tomatensauce.

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26. Mai 2009

Hagel

Abgelegt unter: Alltag — Ruby @ 22:00

Jetzt weiss ich was es heisst, wenn es einem die Petersilie verhagelt. Obwohl die Petersilie so ziemlich das einzige ist, was noch steht. Sonst hat alles der Hagel platt gemacht. Die Chilies. Die Rosen. Die Weinrebe (ja, es ist nur eine, um so schlimmer!). Sogar den Salbei. Ich hab mich noch gar nicht so richtig getraut zu schauen, es sieht grauenhaft aus. Als ob die Heuschreckenplage über uns hereingebrochen wäre. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es einem geht, wenn man von dem leben muss, was man anbaut, und dann hagelt es.

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