Hühnercurry – „un-englisch“

Dies ist ein Hühnercurry, das im Original von Nigel Slater (who else?!) den schönen Namen ‚a creamy, colourful, fragrant chicken curry‘ trägt. Er nennt es ein absolut unauthentisches Gericht, weil es Crème fraîche enthält. Puristen mag das aufregen, aber die brauchen das ja auch nicht kochen. Nun bin ich alles andere als eine Puristin, aber die Crème fraîche hab ich trotzdem weggelassen. Allerdings hatte ich einfach keine (und keinen Joghurt). Deswegen habe ich quasi als Notlösung Kokosmilch genommen. Und wie immer noch ein paar Änderungen eingebaut, manche aus Daffke, andere aus Notwendigkeit.

Nigel Slater empfiehlt das Curry an einem Wochenende zu machen, weil es zwar ein Klacks ist, das Rezept aber relativ umfangreich ist. Das muss jede für sich entscheiden, ich fand es nicht übermäßig aufwendig und eine Marinierzeit von 30 Minuten passt auch nach Feierabend noch manchmal rein. Wenn man aber die Hühnerkeulen nimmt, wie im Originalrezept, dann müssen die wenn alles fertig ist, tatsächlich nochmal ein bisschen im Ofen knusprig gebacken werden, das zieht sich dann schon.

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Hühnercurry ‚un-englisch‘

für 2 Personen

Zutaten:

Trockenmarinade:

  • 10 Kapseln grüner Karadamom
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • Öl
  • 1 doppelte Hühnerbrust

Sauce:

  • Öl
  • 2 mittlere Zwiebeln, grob gehackt
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen in dünne Scheiben
  • 1 Bund Koriandergrün
  • 1 TL Chiliflocken
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL gemahlener Kurkuma
  • 6 Tomaten, grob gehackt
  • 1/2 Päckchen Kokosmilch (original: 4 geh. EL Joghurt)
  • Saft einer halben Zitrone
  • (original: 4 geh. EL Crème fraîche)

Zubereitung:

1. Die Kardamomkapseln aufbrechen und die Samen zusammen mit dem Kreuzkümmel im Mörser grob mahlen. Mit den Chiliflocken, einem TL Salz und etwas frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer mischen. In einer flachen Schüssel mit ca. 2 EL Öl mischen, so dass eine dünne Paste entsteht. Wenn man ganze Hühnerteile verwendet, werden diese mit der Paste eingerieben (und bloß nicht die Haut entfernen!). Ich habe die Hühnerbrust in Streifen geschnitten und diese mit der Paste vermischt. Das Fleisch 30 Minuten marinieren.

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2. Soviel Öl in einen Topf gießen, dass der Boden gerade eben bedeckt ist. Bei mittlerer Hitze Zwiebeln, Ingwer (in dünnen Scheiben) und Knoblauch hinzufügen, ca. 10 Minuten dünsten, bis die Zwiebeln glasig werden. Nun die Hälfte des Korianders (kleingehackt, auch die Stiele), die Chiliflocken, den Kreuzkümmel und Kurkuma dazugeben, 2 Minuten dünsten, dann aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Ich habe die Fleischstreifen mit zu den Zwiebeln gegeben, weil sie nicht bräunen müssen.

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3. Nochmal etwas Öl in die Pfanne geben, die Hitze hochschalten und das Hühnerfleisch anbraten. Wenn das Fleisch Farbe hat, dann gibt man die Zwiebelmischung wieder dazu, ebenso die gehackten Tomaten (und ggf. anderes Gemüse wie Paprika) und Joghurt (bzw. Kokosmilch). Aufkochen lassen, dann den Deckel auflegen und simmern lassen, bis das Fleisch durch ist, bei Hühnerkeulen ca. 30 Minuten, Fleischstreifen entsprechend kürzer. Wer Hühnerkeulen genommen hat, nimmt diese dann aus der Sauce und bäckt sie mit der Haut nach oben im Ofen bei 180° einige Minuten. Derweil wird die Sauce mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Am Schluß Crème fraîche und restliches Koriandergrün unterrühren.

chick_curry5Ich habe weniger Tomaten genommen, als im Rezept vorgesehen, dafür aber noch eine rote Paprika mitgekocht. Statt Koriandergrün gabs Limettenblätter (die müssen ein bisschen mitkochen, aber nicht zu lange), und statt Salz habe ich Fischsauce genommen.

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