Urlaubsnachlese: Pasta con Sarde

Und noch einmal Jamie Oliver, diesmal Pasta mit Sardinen. An diesem Rezept habe selbst ich nichts zu fieseln und zu ändern gehabt. Die einzige – unfreiwillige – Änderung war das Weglassen von Fenchelsamen, wir hatten keine bekommen. Ehrlich gesagt haben wir auch nicht wirklich ernsthaft gesucht, was soll ich im Urlaub Fenchelsamen kaufen, wenn daheim ein ganzes Glas voll steht? Auch Rosinen haben wir keine gekauft, glücklicherweise fiel uns noch ein, dass im mitgeführten Müsli Rosinen in Hülle und Fülle enthalten waren.

Sardinen sind in Italien sehr günstig (zumindest am Meer) und es gibt sie eigentlich jeden Tag. Just an dem Tag, als wir Pasta con Sarde machen wollte, gabs natürlich keine. Aber am nächsten Tag wieder. Da mussten wir dann aber die frischen Tagliatelle vom örtlichen Pastaficio dazu kochen, weil die weg mussten. Schlechtes Timing, ich gebs zu und natürlich ein absoluter Frevel, frische Pasta zu Fisch, aber lecker wars trotzdem ohne Ende. Sardinen sind auch bei uns ab und an zu bekommen, wenn ich wieder welche sehe, mache ich das sicher wieder.

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Pasta con sarde

(für 2 Personen)

Zutaten:

  • Olivenöl
  • 1 kleine Fenchelknolle, geputzt und fein gehackt
  • 1 kleine Zwiebel, geschält und fein gehackt
  • 1/2 TL Fenchelsamen, zerstoßen
  • 1-2 kleine frische rote Chili, fein gehackt (ohne Samen)
  • 300g Sardinen, geputzt und filetiert
  • 2 EL Pinienkerne
  • 1 EL Rosinen
  • 1/2 Glas Weißwein
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 250g Bucatini, Spaghetti oder Linguine (definitiv keine Tagliatelle!)
  • abgeriebene Schale und Saft von 1/2 – 1 Zitrone

Zubereitung:

1. In einem Topf 3 EL Olivenöl erhitzen. Den Fenchel und die Zwiebel mit den Fenchelsamen und den Chilis bei sanfter Hitze etwa 20 Minuten dünsten, der Deckel liegt halb auf. Das Gemüse soll kaum Farbe annehmen, sondern karamelisieren. Die Hälfte der Sardinen (ich hab alle genommen), die Pinienkerne und Rosinen untermischen und alles nochmal 10 Minuten sanft garen, ab und zu umrühren, damit die Sardinen zerfallen.

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Ach ja, Sardinen filetieren ist eine echte Geduldsprobe, wie gut, dass Mr Hudson für Fisch zuständig ist :o)

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2. Den Wein und 1/2 Glas Wasser zugießen und die Flüssigkeit auf die Hälfte einkochen lassen. Dann die Hitze so weit herunterschalten, dass die Sauce nur noch siedet.Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ab diesem Moment sieht die Sauce leider nicht mehr so lecker aus, aber dafür schmeckt sie umso besser.

3. Jetzt die Pasta in einem großen Topf mit sprudelnd kochendem Wasser kochen. 7-8 Minuten bevor sie gar ist, die restlichen Sardinen (falls man welche übrig gelassen hat) auf die Sauce legen und gar ziehen lassen. Die fertige Pasta abgießen und unter die Sauce mischen. Mit ein wenig Olivenöl, einem ordentliche Spritzer Zitronensaft und ein bisschen Fenchelgrün abschmecken. Mit Fenchelgrün und Zitronenschale bestreuen und servieren.

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Auf dem Heimweg haben etliche Sardinen in unserer Kühltasche den Weg nach Germania gefunden, die waren dann aber nicht für Pasta con Sarde bestimmt (schade eigentlich), sondern als Friedenspfeife (zwei Wochen unentschuldigte Abwesenheit!) und Geburtstaggeschenk für die einzig legitime Reinkarnation von Garfield, die bei uns in Stellung als Hauskater ist.

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3 thoughts on “Urlaubsnachlese: Pasta con Sarde

  1. Mmmhmmm, das sieht gut aus! Ich finde, frische Pasta darf man auch zu Fisch servieren, wenn es dann so lecker wird.

    Beim Foto der Katze musste ich jetzt doch grinsen – unsere lieben Tastaturen auch!🙂

  2. Hallo Ruby, schon mal Pasta con Sarde mit wildem Fenchel probiert? Dieser verleiht dem Gericht ein tolles Aroma und außerdem eine grünliche Farbe. Leider ist wilder Fenchel bei uns so gut wie nicht zu bekommen. Da hilft nur „Selbstzucht“ oder Direktimport ….

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