Dinkelhabermus

Irgendwann im Winter habe ich angefangen, warm zu frühstücken. Zuerst mit MorgenStund‘ einem Hirse-Buchweizen-Brei, der nur mit heißem Wasser überbrüht werden muss. Schmeckt lecker, ist aber nicht ganz billig. Inzwischen bin ich zu Dinkelhabermus übergegangen. Glücklicherweise betreibt die Stadtmühle Geisingen ganz in unserer Nähe einen Laden mit Hildegard-Produkten, da kann ich mich eindecken.

Hildegard von Bingen schrieb über den Dinkel “… [er]  fördert eine gute Durchblutung, wirkt fettend und hochwertig und milder als alle anderen Getreidekörner. Dinkel läßt die Muskeln wachsen, sorgt für eine gute Blutbildung und die Gabe der Fröhlichkeit. Wie immer Sie Dinkel essen, so oder so, als Brot oder eine gekochte Speise, Dinkel ist mit einem Wort gut und fördert die Verdauung.”

Man kann das Habermus am Abend (mit Rosinen oder anderen Trockenfrüchten) einweichen und am nächsten Morgen aufkochen und quellen lassen. Auf 1/3 Tasse Mus kommen 2/3 Tassen Wasser. Manchmal lasse ich das Einweichen aber, das geht auch gut. Wenn ich spät dran bin, nehme ich den Brei in einem Schraubglas mit ins Büro und esse ihn dort lauwarm oder kalt.

Meistens koche ich den Dinkel mit Wasser auf und gieße dann noch Sojamilch dazu. Auch Joghurt, Kefir oder Dickmilch können rein. Dazu an Trockenfrüchten was da ist, hie und da auch Bananenstückchen,  kleingeschnittene Früchte, geriebener Apfel oder gefrorene Beeren. Ein paar Haselnüsse oder Mandeln im Mörser etwas kleingemacht, passt auch gut. Wenn ich ganz gut drauf bin, schmeiße ich einen EL Leinsamen in den Mörser und quetsche ihn an. Gewürzt wird der Brei mit Zimt, Kardamom, Bertram- oder Ingwerpulver, wer mag nimmt etwas Honig oder Agavendicksaft.

Das schöne an diesem Frühstück ist, dass es recht schnell geht und nie gleich ist. Wenn viel Zeit ist, schnippel ich unterschiedlich Obstsorten, wenns eilt, mach ich nur die Basisversion und lass den ganzen Schnickschnack weg. Schmeckt immer lecker und macht richtig satt.

8 thoughts on “Dinkelhabermus

  1. Kennst Du „Schwarzen Brei“? Den salzigen mache ich mit geschmolzener Butter (Schweineschmalz geht bei mir ja nicht), aber man kann ihn auch süß machen. Könnte auch was für Dich sein…
    🙂

    • Hab mich schnell schlau gemacht. Bei uns heißt das „Brenntar“, allerdings werden da dann Kartoffeln und Käse daruntergemischt. Wie sieht das dann ‚in süß‘ aus?

      • Ne Kartoffeln gabs auf der Alb nicht und Käse war zu teuer. Schwarzer Brei ist nur Dinkel, Milch, Wasser und Butter mit ZWiebeln. Süßer „Brennts Mus“ (anderer Name für Schwarzen Brei) hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Grießbrei, ist aber keiner. Schmeckt unheimlich gut, Esse ist gerne im Winter zum Frühstück. die salzige mache ich mir gerne Abends, wenn ich keine Lust mehr auf Kochen habe und erst mal wieder nach 22 Uhr aus dem Büro komme…

      • Außerdem ist Brenntar aus Hafermehl gemacht. Brennts-Mus aus Dinkel. Denn der wächst gut auf der Alb. Hafer wächst da nicht…

  2. Richtung Heidenheim komme ich selten, dann versuch ich hier mal Musmehl aufzutreiben, das muss ich probieren! Danke für den Tipp

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