Schmorfenchel

In einem kleinen Konsumanfall😦 habe ich meine Kochbuchsammlung um mehrere vegetarische Kochbücher erweitert. Ist wahrscheinlich der kommende Frühling, der da durchdrückt. Das erste, das ich vorstellen will, ist Vegetarisch genießen von Dagmar von Cramm und Martin Kintrup. Dagmar von Cramm hat früher, als Vincent Klink in seiner Kochkunst noch Gäste eingeladen hat, dort immer mal das vegetarische Fähnlein hochgehalten und den Häuptling Eigener Herd auch schon mal ob seines Fettverbrauchs gerügt.

Das Buch ist nach Jahreszeiten aufgebaut, das ist ganz praktisch, das Rezeptregister lässt einen u.a.  nach Hauptzutaten suchen, auch schön. Außerdem gibt es noch eine jahreszeitlich gekennzeichnete Unterteilung nach ‚Was koche ich wenn’s schnell gehen soll, für Kinder, Gäste, fürs Büffet, zum Mitnehmen und Vorbereiten. Zu manchen Rezepten gibt es eine Fleischempfehlung, für die, die nicht ausschließlich vegetarisch essen wollen, lustigerweise als ‚vegetarisch plus‘  bezeichnet. Allein die  Bezeichnung finde ich verfehlt, die Idee aber in Ordnung. Ist halt nix für Hardcore-Veggies, die schon allein die Erwähnung von Fleisch in einem vegetarischen Kochbuch für eklig halten.

Aus der Abteilung ‚Herbst‘ habe ich mir aus dem Rezept für ‚Schmorfenchel mit Steinpilzen und Aprikosen-Polenta‘ den Schmorfenchel gemopst und frei nach dem Motto ‚vegetarisch plus‘ mit Mr. Hudsons vorzüglichen Kalbsrückenmedaillons kombiniert.

Schmorfenchel

(für 2 Personen, nach D. von Cramm, M.Kintrup: Vegetarisch genießen)

Zutaten:

  • 1 großer oder 2 kleine Fenchelknollen
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • 2 Rosmarinzweige
  • 1 TL Honig
  • 1 Glas trockener Weißwein
  • etwas Brühe
  • 1 EL Kapern
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Den Fenchel waschen, putzen, die harten Stiele entfernen. Den Fenchel halbieren, den Strunk etwas rausschneiden und jede Hälft vierteln. Die Spalten müssen noch zusammenhalten. Wenn man Kapern in Salz nimmt, müssen diese gewässert werden um das Salz zu entfernen.

Den Backofen auf 200° (Umluft) vorheizen.

In einer ofenfesten Pfanne das Öl sanft erhitzen, die Rosmarinzweige zum Aromatisieren drin ziehen lassen, dann rausnehmen und wegwerfen. Die Fenchelspalten in der Pfanne anbraten, wenn sie fast gebräunt sind den Knoblauch dazugeben und kurz anbraten. Dann den Honig dazugeben und karamellisieren lassen. Mit Wein ablöschen und die Brühe hinzufügen. Abdecken und 15 Minuten im Ofen schmoren lassen. Die Kapern hinzufügen und nochmal 15 Minuten ohne Deckel weiterschmoren lassen. Hier muss man aufpassen, dass die Flüssigkeit nicht komplett verdunstet, evtl. noch etwas nachgiessen.

Zum Schluß mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sehr gut passt dazu natürlich die im Originalrezept vorgesehene Polenta mit getrockneten Aprikosenstückchen, gehacktem Rosmarin und Emmentaler.

2 thoughts on “Schmorfenchel

  1. Ich habe tatsächlich Fenchel gefunden – das ist hier ein völlig unbekanntes Gemüse. Und ich habe ihn nach Deinem Rezept zubereitet – er war köstlich mit der Sosse. Dazu gab es Lammkoteletts aus Neuseeland (auch sehr lecker) und Kartoffelrösti. Die waren nicht so gut, ist einfach kein Land für Kartoffeln. Aber wenn ich wieder mal Fenchel auftreiben kann, dann werde ich ihn wieder nach Deinem Rezept zubereiten. Viele Grüsse aus Shanghai!

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