Karotten-Hummus

Die Idee zum Karotten-Hummus habe ich im Buchladen aus einem vegetarischen Kochbuch stibitzt, das mir sonst nicht sehr zugesagt hat. Geht schnell und passt gut zu allem Gebratenem, sei es Fisch, Fleisch oder Tofu. Bei uns gab’s Lammkoteletts dazu.

 

Zutaten:

  • 2 große Karotten
  • 1 kl. Dose Kichererbsen (oder frische, dann gehts halt länger)
  • 1 EL gehackte getrocknete Tomaten
  • 2-3 EL Tahini
  • Limetten- oder Zitronensaft
  • Kreuzkümmel
  • Knoblauch, gepresst
  • Salz
  • Olivenöl
  • etwas kleingehackte Petersilie oder Koriandergrün

Zubereitung:

Karotten kochen, zum Schluß die abgewaschenen Kicherbsen und getrockneten Tomaten dazugeben, damit sie heiß werden.  Dann abschütten (Gemüsewasser aufheben) und mit Tahin und etwas Olivenöl pürieren. Wenn es zu fest wird noch etwas vom Gemüsekochwasser dazugeben. Mit den restlichen Zutaten abschmecken. Kichererbsen schlucken einiges an Salz und Zitrone, also ein bißchen stehenlassen und kurz vor dem Essen nochmal probieren.

Rote Linsen mit Gewürzen

In Linsencurrys, wie man bei uns so schön sagt, könnt ich mich reinlegen. Eines meiner Lieblingsrezepte ist Bengali Masar Dal, ein Gericht mit roten Linsen aus Julie Sahnis Das große vegetarische indische Kochbuch. Das habe ich schon so oft gemacht (und nie verbloggt), dass ich den kleinen Marker in der Seite gar nicht mehr brauche, weil das Buch an der Stelle schon von selber aufgeht (und die Seite rausgeht). Zum Parfümieren des Dals nimmt man eine Gewürzmischung namens Panch-Phoron, das knackt sehr schön beim Draufbeißen. Weil ich keine Mischung mehr fertig hatte und außerdem ein Glas mit einer versehentlich zusammengerührten Mischung aus Sesam, Kreuzkümmel und noch was Unidentifizierbarem hatte, hab ich einfach mal das genommen, tat der Sache keinen Abbruch. Hier aber das Originalrezept.

Rote Linsen mit Gewürzen

(nach Julie Sahni: Das große vegetarische indische Kochbuch)

Zutaten:

Für die Linsen:

  • 1 Tasse rote Linsen
  • grüne Chilis
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 3 Tassen Wasser
  • Salz

Für die Gewürzmischung:

  • 2 EL Ghee (Butterschmalz oder Öl)
  • 1 große gehackte Zwiebel
  • 1 EL fein gehackter Ingwer
  • 1 Tasse Tomatenpüree

Für die parfümierte Butter:

  • 2 EL Ghee (Butterschmalz)
  • 1 EL Panch-Phoron*
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2-3 getrocknete Chilischoten
  • 2 TL feingehackter Knoblauch (Ruby: Frühlingszwiebeln)

*Panch-Phoron-Mischung: zu gleichen Teilen Kreuzkümmelsamen, Fenchelsamen, schwarze Senfsamen, Bockshornkleesamen, Schwarzkümmelsamen mischen.

Zubereitung:

1. Linsen verlesen, waschen und zusammen mit Chili, Kurkuma im Wasser ca. 20 Minuten kochen. Es sollte nicht allzuviel Wasser übrig  bleiben.

2. Währenddessen das Ghee in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln goldbraun rösten. Dann Ingwer und Tomaten hinzugeben und etwas einköcheln lassen. Jetzt wird die Zwiebelmischung mit dem Salz zu den Linsen gegeben, weiter köcheln lassen und aufpassen, dass nichts anbrennt.

3. Für die parfümierte Butter das Ghee in einer kleinen Bratpfanne erhitzen und die Gewürzmischung hineingeben. Rühren, bis die Samen anfangen zu springen und zu duften. Dann Lorbeer und Chilis zugeben und etwas braten lassen (20 Sekunden). Von der Platte nehmen, den Knoblauch hinzufügen und diesen leicht Farbe nehmen lassen. Dann den gesamten Pfanneninhalt zum Dal geben und gut vermischen.

Linsen mit Zwiebeln und Chili

Ein unscheinbares Gericht, aber dermaßen lecker, dass ich das dieser Tage gleich nochmal machen muss. Ein Linsen-Dal scheint nicht ideal zu sein für die kommenden schwülen Tage, aber das täuscht. Wirklich, das täuscht. Wie schon Brot Josef sagte, was gut ist gegen die Kälte, hilft auch gegen die Hitze. Besagter Brot Josef (ein Allgäuer Original, das ich auch nur von seinen Zitaten kenne, und von dem ich nicht beschwören könnte, dass es ihn tatsächlich gab) trug diese Bemerkung a) allerdings in einem Dialekt vor, den die meisten nicht verstehen würden und bezog  sie b) auf den dicken Mantel, den er auch im Sommer trug.

Ein anderer Brot-Josef-Spruch ist (das geht nicht auf Hochdeutsch) ‚viel Schwätza git Kopfweh‘. In diesem Sinne, das Rezept:

Braune Linsen mit Zwiebeln und Chili

(Quelle: Raghavan Iyer: 660 Curries)

Zutaten:

  • 1 Tasse braune Linsen
  • 1 mittelgroße rote Zwiebel in große Würfel geschnitten (Ruby: weiße Zwiebel)
  • 2 EL Ghee oder Öl
  • 1 TL Senfkörner (gelb oder braun)
  • 2 TL Tomatenmark (Ruby: 1/2 Tasse stückige Tomaten)
  • 2 TL gehackter Koriander
  • 1  1/2 TL Salz
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 3-5 grüne Chilis (Ruby: 1 grüne gehackt, ein paar rote ganz)

Zubereitung:

1. Laut Rezept sollen die Linsen gewaschen und dann über Nacht eingeweicht werden, meines Erachtens ist das nicht nötig.

2. Die Linsen mit der Zwiebel und 4 Tassen Wasser in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Gegebenenfalls Schaum abschöpfen, kochen, bis sie gar sind.

3. In der Zwischenzeit das Ghee oder Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen, die Senfkörner reingeben, den Deckel auflegen und warten, bis die Senfkörner in der Pfanne platzen.  Dann die restlichen Zutaten himnzufügen und ein paar Minuten kochen lassen. Den Koriander habe ich erst ganz zum Schluß dazugegeben.

4. Die Mischung zu den gekochten Linsen geben und das Ganze nochmal ein paar Minuten kochen lassen und servieren.

Handavo

Ich kaufe gerne Blumenkohl, weil ich die weißen Köpfe sehr schön finde und es im Herbst/Winter nicht so viel Auswahl gibt. Manchmal weiß ich aber nicht, was ich damit machen soll, weil ich ihn pur nicht wirklich gerne mag. Zugegeben, das ist ein bissel doof. Das folgende Rezept eignet sich wahrscheinlich auch für Blumenkohl-Hasser, er fällt darin nicht wirklich auf.

Handavo ist ein Blumenkohl-Erbsen-Kuchen aus dem indischen Bundesstaat Gujarat. Man kann statt Blumenkohl auch Karotten, Kürbis oder ein Blattgemüse nehmen. Es schmeckt sehr mild, zumindest mit Blumenkohl. Dazu gibt’s eine würzig-scharfe Tomatensauce, das gibt dem Ganzen etwas Pepp.

Das Rezept ist als Frühstück oder erster Gang für 8-12 Personen berechnet. Als Hauptmahlzeit reichts für weit weniger.

Handavo

Zutaten:

Für den Teig:

  • 1 Tasse gelbe halbe Erbsen (Channa Dal)
  • 1 Tasse Naturjoghurt (möglichst sauer)
  • ¾ Pfund Blumenkohl, zerpflückt, gekocht und grob zerkleinert (ca. 2 Tassen)
  • ½ Tasse grüne Erbsen, gekocht
  • 1/3 Tasse Wasser
  • ½ EL Ingwer, fein gehackt
  • 2-4 scharfe grüne Chilis, gehackt
  • 1 TL grobes Salz
  • 1 TL Backpulver
  • ¾ TL Zitronensaft
  • 6 EL Kokosflocken

Für den Belag:

  • 4 EL Sesam- oder Pflanzenöl
  • 1 ½ TL schwarze Senfsamen
  • 1 TL zerdrückter Thymian
  • 1 ½ TL Sesam
  • 2 EL Koriandergrün, gehackt

Für die würzig-scharfe Tomatensauce:

  • 3 EL leichtes Pflanzenöl
  • ½ Tasse Zwiebeln, gehackt
  • 2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 2 Tassen Tomaten, püriert
  • ½ Tasse Wasser
  • 2 EL Koriandergrün, gehackt
  • Salz
  • Chili, wer mag

Zubereitung:

Channa Dal in eine Schüssel geben und 5cm hoch mit Wasser bedecken, über Nacht einweichen lassen.  Dann Wasser abgießen, die Erbsen abbrausen und abtropfen lassen.

Channa Dal mit einem Teil des Joghurts im Mixer zu einem groben Püree verarbeiten, in eine Schüssel geben und die restlichen Teigzutaten dazugeben.

Den Ofen auf 170° vorheizen. Eine Form von 20-25cm Durchmesser einfetten, das Püree einfüllen und mit dem Spatel glattstreichen.

Für den Belag Öl in einer Pfanne heiß werden lassen, dann die Senfsamen dazugeben. Wenn Sie hochspringen, mit einem Decke abdecken. Dann den Sesam dazugeben und mitrösten, bis er Farbe genommen hat.  Alles auf das Püree gießen und verteilen. Den Thymian darüberstreuen.

Den Kuchen auf der mittleren Schiene ca. 45 Minuten backen, Stäbchenprobe machen.

Für die Tomatensauce das Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln hinzufügen, bräunen lassen. Den Kreuzkümmel hinzugeben und kurz mitbraten, dann Tomaten und Wasser dazugeben.  Ohne Deckel 15 Minuten kochen lassen, bis die Sauce eingekocht ist. Hitze wegnehmen, mit Salz, Chili und Koriandergrün würzen

Wenn der Kuchen fertig ist, aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. In Stücke schneiden und warm mit Tomatensauce servieren.

Quelle: Julie Sahni: Das große vegetarische indische Kochbuch

Urlaubsnachlese: Past‘ e fagioli – Bohnensuppe

mareHatte ich das Urlaubsschild gar nicht rausgehängt? Oje, das tut mir leid, Aber wir sind ja schon wieder zurück, nur zwei Wochen waren uns in der schönen (und warmen!) Maremma vergönnt.

Jedes Jahr dürfen ein oder zwei Kochbücher mit in den Urlaub. Normalerweise ist eins davon das Toskanische Kochbuch von Stephanie Alexander und Maggie Beer, dieses Jahr hat sich aber Jamie Oliver (Genial italienisch) vorgedrängelt, und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut mit ihm. Sein Rezept ist für Kichererbsen, da Mr Hudson aber nicht sooooo der Fan von Kichern ist, hab ich Cannellinibohnen genommen. Past‘ e fagioli ist ein prima Rezept für Ferienwohnungsküchen, es geht recht schnell (außer dem Einweichen der Bohnen) und man braucht nicht viele Zutaten.

Eine Frage, die ich mir immer stelle ist, ob man das Einweichwasser von den Bohnen nun zum Kochen nimmt oder besser wegschüttet. Die einen sagen, man solle es nehmen, wegen der Vitamine (was mir durchaus einleuchtet), die anderen, man solle es wegschütten, damit die Böhnchen keine Tönchen machen, was mir noch mehr einleuchtet. Vielleicht gibt es ja keinen richtigen Weg, sondern zwei Lager, zwischen denen man sich entscheiden muss. Ich gehöre halbherzig zum Lager der Wegschütter.

pastefagioli

Pasta mit Bohnen

(für 2 Personen)

Zutaten:

  • 1 kleine Zwiebel, geschält, gehackt
  • 1 grüne Paprika, gewürfelt (im Original Stangensellerie)
  • 1 Koblauchzehe, geschält, gehackt
  • 1 Tasse getrocknete Cannellinibohnen
  • 1 Tasse passende Pasta (hier: chifferi rigati)
  • Brühe
  • Pfeffer
  • Petersilie
  • Olivenöl
  • ein paar EL Tomatenpüree

Zubereitung:

Die Bohnen über Nacht in viel Wasser einweichen, am nächsten Tag das Wasser abschütten und in viel frischem Wasser kochen. Wenn man hat, darf in das Kochwasser gerne noch ein Lorbeerblatt. Bildet sich Schaum beim Kochen, muss dieser abgenommen werden.

Zwiebel, Knoblauch und Sellerie oder Paprika in Olivenöl anschwitzen und bei geringer Hitze und aufgelegtem Deckel 15 Minuten dünsten, die Zwiebeln dürfen keine Farbe annehmen.

Wenn die Bohnen weich sind, einen Großteil des Kochwassers abschütten, dann zu den Zwiebeln geben. Mit Brühe und Tomatenpüree aufgießen, dann die getrocknete Pasta dazugeben und in der Suppe kochen. Am Schluß mit Pfeffer abschmecken. Zum Servieren mit Olivenöl beträufeln.

Man kann die Suppe auch mit anderen Gemüsen, etwas Petersilie, Basilikum oder Chilichoten anhübschen.

Adam and Eve and Pinch Me

Schon allein den Titel fand ich immer bemerkenswert und die Geschichte von der reichlich schrulligen Minty Knox ist sicherlich lesenswert. Ist schon ein paar Tage her, dass ich das gelesen hab, aber der Namen steckt fest. Und fiel mir wieder ein, als ich in Raghavan Iyers 660 Curries die Minty Red Lentils entdeckte. Überhaupt nicht schrullig, sondern lecker!

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Minty Red Lentils

Rote Linsen mit Minze, Koriandergrün und rohen Zwiebeln (Masaledar Masoor Dal)

Zutaten:

1 Tasse rote Linsen (masoor dal)

1 Bund Koriandergrün

1/2 Bund Minzeblätter

4 Knoblauchzehen

2-4 frische grüne Thaichilis, ohne Kerne (ich hatte nur rote)

2 EL Ghee oder Öl

1 TL Kreuzkümmel

1 1/2 TL Salz

1/2 TL Punjabi Garam Masala (auch hier: ich hatte nur ’normales‘)

1 kleine rote Zwiebel in Ringen

Zubereitung:

1. Linsen verlesen und wiederholt waschen bis das Wasser recht klar bleibt.Dann mit 3 Tassen Wasser bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Schaum, der sich auf der Oberfläche bildet, abschöpfen und wegwerfen. Hitze reduzieren und in 10-15 Minuten weich köcheln, ab und zu umrühren.

2. Während die Linsen kochen das Koriandergrün, die Minze, Knoblauch und Chili im Mixer fein hacken.

3. Ghee oder Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und dem Kreuzkümmel darin rösten, bis er duftet. Das dauert nicht lange! Dann die Kräutermischung dazugeben und solange braten (bzw. pfannenrühren) bis der Knoblauch bräunt (3-5 Minuten).

4. Wenn die Linsen weich sind, die Kräutermischung dazugeben, außerdem Salz und Garam Masala. Nochmal 3-5 Minuten simmern lassen.

5. Den Dal mit den Zwiebelringen anrichten.

Dreamteam – Weiße Bohnen mit Salbei

Es passt doch fast nichts besser zusammen als kleine weiße Bohnen und Salbei. Schön weichgekochte Bohnen mit einem ordentlichen Schuß Zitronensaft, gebratenen Salbeiblätter, Salz, Pfeffer, ein paar Salbeiblüten, fertig ist die Leckerei. Nach dem Hagel wars erst mal vorbei mit Salbeiblüten (und Salbeiblättern, abgesehen davon), aber so langsam erholt sich alles wieder und macht nen zweiten Anlauf.

Weiße Bohnen (Cannellini o.ä.) über Nacht einweichen, dann mit den entblätterten Salbeistengeln und evtl. einem Lorbeerblatte kochen. Im Schnellkochtopf gehts logischerweise schneller, da muss man aber sehr aufpassen, dass die Bohnen nicht zu Mus kochen. Lieber ein bisschen kürzer und dann normal fertig kochen. Gegen Ende der Garzeit salzen. Wenn Sie weich sind, die Salbeistängel entfernen.

Salbeiblätter waschen und in Olivenöl sanft anbraten, sie dürfen nicht braun werden.

Die noch warmen Bohnen mit dem Salbei und dem Öl mischen. Mit Zitronensaft und schwarzem Pfeffer abschmecken. Noch ein bisschen warten, die Würze verliert sich immer noch ein bisschen. Evtl. noch ein bisserl vom Kochwasser zuschütten, damit die Bohnen nicht zu trocken sind. Zum Schluß die abgezupften Blüten vom Salbei darüberstreuen, die schmecken lecker und sehen hübsch aus.