Spargelrösti

Garten-Koch-Event Mai: Spargel [31.05.2010]
Wenn auch bei dieser Kälte der Spargel nicht gut wächst und mein Spargelbauer von der Höri aus dem Jammern gar nicht mehr rauskommt (nicht mal das Dorf-eigene Spargelfest konnte anständig beliefert werden), ein paar Stängel konnten wir natürlich wieder ergattern. Dieses Rezept habe ich letztes Jahr leider erst am Ende der Spargelsaison entdeckt, aber dieses Jahr stand ich quasi schon mit der Raffel im Anschlag. Zu den Spargelrösti gabs hochleckeres Felchen frisch aus dem See und einen schönen Sauvignon,  als Vorspeise, tata, Spargelsalat mit Schinken, dazu ein Schlückchen Sekt vom Markgraf von Baden. Man soll ja mit der Kirche immer im Dorf bleiben (oder wenigstens nahe dran).

Die Felchen hat Mr Hudson filetiert und die Reste freundlicherweise, statt Fischsuppe zu kochen, den Katzen verfüttert. Auch ein Festessen.

Und weil das alles so lecker war, reiche ich es ein als Beitrag zum Garten-Koch-Event im Mai.

Spargelrösti mit Felchen

(für 2 Personen)

Zutaten:

  • 2 Felchen, ausgenommen und geputzt
  • 5 dicke Stangen weißer Spargel
  • 5 Stangen grüner Spargel
  • 2 große Kartoffeln (~450g)
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Für die Rösti die Kartoffeln schälen und grob raffeln. Die Spargel waschen, schälen, Enden abschneiden und ebenfalls raffeln. Die grünen Spargel hab ich nur in Scheibchen geschnitten, die waren zu dünn zum Raffeln, das war ein einziges Gemetzel.  Die Kartoffeln in ein sauberes Küchentuch geben und ausdrücken, ebenso die Spargel.

Dann beides in einer Schüssel mischen und würzen. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, die Mischung hineingeben und etwas festdrücken. Auf dieser Seite backen lassen, bis er sich von der Pfanne lösen lässt und braun ist. Dann mit einem Deckel wenden und auf der zweiten Seite braten.

Felchen filetieren. Die Filets kurz mit Zitronensaft säuern, dann trockentupfen,  die Hautseite mit ein bisschen Mehl bestäuben und mit Steinpilzsalz würzen.

Die Felchen in einer großen Pfanne in einer Mischung aus Öl und Butter zuerst auf der Hautseite anbraten, dann umdrehen und auf der anderen Seite braten. Ein paar Umdrehungen aus der Pfeffermühle drübergeben, evtl. noch etwas salzen und anrichten.

Der Rösti ist nach einem Rezept A.Neubauer, M.Wissing: Spargel: die edlen Stangen aus dem Garten der Venus.

Asl Vorspeise gab es einen lauwarmen Spargelsalat mit etwas ausgebratenem Schinken.

Und hier die Getränke, einen Sekt vom Bodensee zur Vorspeise, einen Sauvignon zum Hauptgericht.

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Bohnen aus Ligurien

Nicht, dass meine Bohnen aus Ligurien wären, aber das Rezept ist es. Und damit reihe ich mich ein in den Kreis der TeilnehmerInnen an Tobias Kochevent:

Es handelt sich um eine schöne Vorspeise für 6 Personen, die sehr einfach und leicht zu machen ist und wirklich prima schmeckt. Auch am nächsten Tag im Büro als Mittagessen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Polpettone di fagiolini
Kategorien: Gemüse, Vorspeise
Menge: 6 Portionen

Zutaten

400 Gramm   Grüne Bohnen
300 Gramm   Kartoffeln
2-3     Eier
50 Gramm   Parmesan; gerieben
1     Brötchen
1 Teel.   Majoran
  Etwas   Milch
  Etwas   Semmelbrösel
  Etwas   Olivenöl
      Salz und Pfeffer

Quelle

  Il Cucchiaio d’argento online (http://www.cucchiaio.it)
  Erfasst *RK* 29.12.2009 von
  Ruby

Zubereitung

1. Die Kartoffeln in der Schale 40-45 Minuten kochen, schälen und noch heiß passieren.

2. Die Bohnen in Salzwasser 10-15 Minuten kochen, abtropfen, abkühlen lassen und in kleine Stücke schneiden.

3. Das Brötchen entrinden und in Milch einweichen, dann ausdrücken.

4. Alles bis auf das Öl und die Semmelbrösel vermischen und in eine geölte ofenfeste Form füllen. Mit Semmelbrösel bedecken, dann bei 180 Grad 50 Minuten backen.

5. Aus dem Ofen nehmen und einige Minuten ruhen lassen. Dann auf einer Platte anrichten.

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Mein persönliches Fischerfest – Kretzerfilet

Da gestern mein erster Urlaubstag war, konnte ich mal morgens beim Fischer frische Kretzerfilets holen. Außerdem habe ich auf dem Markt frische Pfifferlinge gefunden (zur Zeit ja keine Kunst), so dass ich meine ursprüngliche geplante Beilage ‚Patates a lo Pobre‘ etwas aufrüschen konnte. Das hatten sie zwar gar nicht nötig, denn durch den Einsatz von Bamberger Hörnchen schmeckt das schon sehr gut, ist dann allerdings auch nicht wirklich preisgünstig (soviel zum ‚pobre‘). Normalerweise werden die Patates in einem halben Liter Olivenöl geschmurgelt, aber dazu konnte ich mich noch nie durchringen. Bei mir also mit weniger Öl. (Zu dem Thema übrigens sehr empfehlenswert: Wiglaf Droste: Ich hab noch Öl in den Ohren aus Madrid!)

Insgesamt passt der feine Geschmack der Kretzer sehr gut zu den Kartoffeln und den Pfifferlingen, nichts fällt aus dem Rahmen oder geht unter.

kretzer1

Gebratene Kretzerfilet mit Patates a lo Pobre und Pfifferlingen

(für 2 Personen)

Zutaten:

für den Fisch:

  • 350g Kretzerfilet (sind ca. 10-12 Stück pro Person)
  • etwas Mehl
  • Olivenöl zum Braten

für die Kartoffeln:

  • 300g Bamberger Hörnchen oder andere festkochende Kartoffeln
  • 1 grüne Paprika
  • 150g Pfifferlinge
  • Salz, Pfeffer, Espelette

Zubereitung:

Die Kartoffeln kochen und schälen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Kartoffeln zugeben, dann die Paprika und das Salz.Braten, bis die Kartoffeln Farbe angenommen haben, die Paprika sind dann schon lange gar. Dann ein bißchen Platz in der Pfanne schaffen und die geputzten und etwas zerkleinerten Pfifferlinge dazugeben, mitbraten. Am Schluß mit Pfeffer und Espelette abschmecken.

patates

Während die Kartoffeln braten, eine große Pfanne heiß werden lassen. Die Kretzerfilets waschen, abtrocknen und mit etwas Mehl und Salz bestäuben. Dann in reichlich Öl (ich nehm wie immer Olivenöl) anbraten. Durch das Mehl werden sie ein bißchen knusprig und bekommen eine schöne Farbe.

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Zusammen anrichten.

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