Frittata alla salvia

Ich hatte versehentlich zu viele Eier gekauft und der Salbei wuchert den halben Garten zu. Die Lösung? Omelette mit Salbei, frei nach Marianne Kaltenbach. Ein tolles leichtes Abendessen für 2, noch dazu sehr praktisch, weil man es nicht heiß, sondern nur warm oder gar kalt serviert. Dazu gabs Tomatensalat. Die Salbeimenge aus dem Rezept habe ich vervielfacht, mit 3 Blättchen für 2 Personen fang ich gar nicht erst an.

Frittata alla salvia

(für 2 Personen)

Zutaten:

  • 4 Eier
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1/2 handvoll Salbeiblätter
  • 2 EL Parmesan (habe Bergkäse genommen)
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuß
  • Olivenöl

Zubereitung:

In einer kleinen Pfanne die gehackten Zwiebeln mit dem feingeschnittenen Salbei in etwas Öl dünsten, bis die Zwiebeln Farbe nehmen. Zur Seite stellen und abkühlen lassen.

Die Eier schlagen, den Käse hinzufügen und mit den Gewürzen abschmecken. Die Zwiebelmischung hineinrühren. In der Pfanne nochmal etwas Öl erhitzen, und die Eiermasse hineingeben. Mit einem Holzlöffel immer wieder den Rand lösen und braten, bis der Rand fest ist. Dann mit Hilfe eines Deckels wenden und auf der anderen Seite braten. Die Pfanne immer wieder schütteln, damit nichts anklebt.

Wenn die Frittata fertig ist, wird sie auf eine Platte gestürzt und serviert. Sie soll aber nicht mehr heiß sein.

Kräuterhuhn

Mr Hudson hat auf dem Heimweg ein schönes Huhn gefangen, aber was tun damit? Im Fundus war noch ein schönes Rezept von Nigel Slater, passend zur Jahreszeit: Chicken with young garlic and herbs. Der junge Knoblauch ist grad zum Niederknien und Kräuter gibts im Überfluss, also genau das richtige.

Ich habe die vorgegebene Menge an Öl und Butter reduziert, ich bringe es einfach nicht über mich, soviel Fett zu verwenden und es dann wegzuschütten. Ich versteh auch den Sinn nicht ganz, das Fett nimmt doch den Geschmack des gebratenen an, das will ich doch nicht verlieren. Ansonsten war das aber, auch in der reduzierten Version hochfein und wird bestimmt bald mal wieder auf den Tisch kommen. Dazu gab es das lecker Buttermilch-Baguette von Barbara (mit, ich mags fast nicht zugeben, weniger Zucker als im Originalrezept angegeben).

Ne nach Größe des Huhns (und Anzahl der Katzen) reicht das Rezept für 2 bis 4 Personen.

Huhn mit jungem Knoblauch und Kräutern

nach Nigel Slater

Zutaten:

  • 1 Huhn (bitte ein artgerecht aufgezogenes)
  • 50g Butter (oder auch nur die Hälfte)
  • 2 EL Olivenöl
  • 4 junge Knoblauchezehen (wer mag, natürlich mehr)
  • 1 Handvoll gemischte Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Thymian, Minze, Zitronenmelisse, …)
  • 1 Glas Weißwein
  • Saft einer kleinen Zitrone

Zubereitung:

Das Huhn in Stücke teilen, salzen, pfeffern.  Butter und Öl in einer Kasserolle sanft erhitzen, es darf nicht verbrennen. Die Hühnerstücke darin vorsichtig bräunen. Die Hitze runterdrehen, damit das Huhn nur noch schmurgelt, dann den geschälten Knoblauch und die Hälfte der gehackten Kräuter zugeben. Ca. 45 Minuten schmoren, bis das Fleisch weich ist. Die Hühnerteile aus dem Topf nehmen und überschüssiges Fett abgießen (wenn man denn soviel genommen hat).  Die Hitze etwas hochdrehen, mit dem Weißwein ablöschen und die restlichen Kräuter hinzufügen. Unter Rühren köcheln lassen, bis sich der Satz gelöst hat. Dann die Fleischstücke wieder einlegen, einen Deckel auflegen und nochmal ein paar Minuten köcheln lassen. Falls es zu trocken wird, noch etwas Wein nachgießen. Zum Schluß nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken, den Zitronensaft dazugeben und mit Brot servieren.

Altweiberschmecken oder Scharleikraut

Laut einschlägigen Seiten (hier oder hier) sind Altweiberschmecken und Scharleikraut alte Namen für Salbei. Der ist nicht nur gesund wegen seiner desinfizierenden und adstringierenden Wirkung, sondern schmeckt auch gut. Ich mag ihn nicht nur frisch als Salbeibutter z.B. zu Ravioli sondern auch getrocknet als Tee mit ein bißchen Honig. Und dafür ist jetzt wieder die Zeit.

Es tut mir ja immer weh, diese schönen Blätter abzuschneiden, aber zweimal im Jahr muß das sein. Man sollte ihn der Heilwirkung wegen kurz vor der Blüte schneiden, aber wer einmal Salbeiblüten gegessen hat, wird das nicht mehr tun wollen. Außerdem leben Heerscharen von Insekten von den Blüten, es brummt und summt im Busch, dass es eine Freude ist. Also schneide ich das erste Mal nach der Blüte, dann kommen die Blätter wieder schön und das zweite Mal kurz vor dem Winter. In der Kälte schrumpeln die Blätter zusammen und die Pracht ist sowieso vorbei.

Der rosa Riese sucht übrigens immer noch nach seinen Puschen, aber ich bin optimistisch, dass das dieser Tage was wird.