Varianten von Zucchini-Carpaccio

Zur Zeit besteht mein Leben – das von Montag bis Freitag – aus Arbeit, Arbeit, Arbeit und Schlafen. Da ist kein Platz fürs Kochen (in Hotelzimmern eh nicht), geschweige denn fürs Bloggen. Aber das wird wieder. Irgendwann. Im Herbst vielleicht.

In solchen Notzeiten greife ich gerne auf Klassiker zurück, da ich weder Zeit noch Muße habe, Kochbücher oder Blogs zu wälzen und fürs Wochenende etwas zu planen.  Einer dieser Klassiker, den ich letztes Jahr schon hier vorgestellt habe, ist das Zucchini-Carpaccio. Tauglich als Vorspeise und an heißen Tagen, sollte es mal wieder welche geben, auch als Hauptgericht.

Hier nun zwei Varianten.  Zucchini und Rauke bilden hier das Standbein, der Käse ist das Spielbein.

Variante 1: mit Schafskäse und Chili

Variante 2: mit gelber Zucchini und Red Leicester

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Salat mit Ziegenkäse

Als Vorspeise zum Kräuterkalbfleisch gab es einen kleinen Salat mit auf Brot gebratenem Ziegenkäse und Rosmarinblüten. Da ich pro Portion meist nur einen halben Ziegenkäse nehme, verläuft der beim Braten sehr schnell. Das untergelegte Brot schafft hier Abhilfe. Und bald blüht der Salbei, dann kommt wieder etwas Abwechslung in die Blütenküche!

Einfach ein Stück Baguette oder Ciabatta in die Pfanne legen, von einer Seite in Olivenöl kurz anbraten, dann umdrehen, den Käse drauflegen und schmelzen lassen. Den Käse mit Blattsalaten, Radieschen und Blüten anrichten.

Karotten-Rettich-Salat

Ein schnelles Mittagessen und farblich sehr interessant: ein Salat aus geraspeltem schwarzem Rettich und schwarzen Karotten. Geschält ist der Rettich weiß, die Karotten werden nur geschrubbt und bleiben so farbenfroh wie sie waren. Nur innen haben sie einen gelb-orangen Kern.

Sie schmecken wie ’normale‘ Karotten, ob sie mehr oder weniger von irgendwelchen Inhaltsstoffen haben, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall waren sie vom Markt und frisch.

Schwarzer Rettich ist als Saft bekannt für seine heilsame Wirkung bei Husten und Bronchitis, er hilft aber auch bei Gallenleiden und rheumatischen Beschwerden. Auf langen Schiffsreisen wurde er früher aufgrund seines hohen Vitamin C-Gehalts als Mittel gegen Skorbut genommen.

Dazu ein bisschen Mozzarella, Kräuter, Olivenöl, ein Schluck Sahne und etwas Essig. Fertig ist ein einfacher Salat, der einen nicht ins Koma treibt.

Man kann den Salat bestimmt schon am Vorabend vorbereiten, ich mach das aber gerne morgens. Mit einer Mandoline oder Reibe geht das ganz flott.

Es herbstelt – ‚Sunnewirbelisalat‘ mit Ulmenseitlingen

Endlich gibt es den ersten Feldsalat, oder auf gut badisch eben ‚Sunnewirbelisalat‘. Unsere Schweizer Nachbarn sagen dazu übrigens Nüsslisalat, in Östereich heißt er Vogerlsalat. Sehr nett finde ich auch die Bezeichnungen Schafmaul oder Mausohrsalat.Im Moment gibts aber noch nicht den kleinblättrigen, knackigen sondern den mit eher großen und (wie Sarah Wiener sagen würde) ‚lätscherten‘ Blättern.

Feldsalat gehört zur Familie der Baldriangewächse und soll eine beruhigende Wirkung auf den Magen haben. Außerdem weist er einen hohen Eisen- und Vitamin C-Gehalt auf, dazu ordentlich Kalium, Kalzium, Phosphor und Provitamin A (Beta-Carotin). (Quelle: http://www.schmeck-den-sueden.de)

Zu Feldsalat passen sehr gut Nüsse, diesmal gabs auch noch leckere Pilze, nämlich kleine Ulmenseitlinge frisch vom Markt. Die muss man nicht großartig putzen, sondern einfach nur nach Belieben in kleinere Stücke schneiden und anbraten. Beim Salat schneidet man die Würzelchen jeder Blattrosette ab und muss ihn dann (leider) gründlich waschen. Nichts schlimmer, als wenn einem beim Essen der Sand zwischen den Zähnen knirscht. Das Dressing bestand aus Walnußöl (Beta-Carotin ist fettlöslich!), etwas saurer Sahne, einem Rest Himbeeressig, etwas Senf, Salz und Pfeffer. Darüber habe ich noch ein paar geröstete Kürbiskerne gestreut.

feldsalat

Karottensalat à la Nigel Slater

Es ist da! Nigel Slaters neuestes Buch Tender – A cook and his vegetable patch, im Verkauf seit 14.9., hat schon seinen Weg zu mir gefunden. Es enthält die spezifischen Slaterschen Rezepte sowie Unmengen an Informationen und Geschichten. Der Aufbau ist alphabetisch nach Gemüsesorten, innerhalb kommt zuerst Allgemeines zu dem Gemüse, dann wie es sich im Garten verhält, ein Anbau-Tagebuch (sehr nett die Geschichte von den zwei Wochen alten Karottenpflänzchen , die ein Fuchswelpe plattgeschlafen hat) welche Sorten es gibt, Allgemeines zu dem Gemüse in der Küche, welche Gewürze am besten passen und schließlich noch ein paar Zusatzinfos. Nicht zu vergessen, die Rezepte. Inspiriert vom Karottenkapitel ist der folgende Salat:

carrot_salad

Man nimmt Karotten, raspelt diese (oder noch schöner: schneidet Julienne mit einem entsprechenden Gerät), dann kommen Orangenschale, Walnußöl, ein guter Essig, Salz und Pfeffer dazu. Wer mag (so wie ich), mischt noch Zwiebelringe darunter.

Das A und O an diesem Salat ist die Qualität der Zutaten, und zwar nicht nur des Walnußöls (das Zeug wird so verdammt schnell ranzig) oder des Essigs, sondern auch der Karotten. Man kann zur Not vieles aus konventionellem Anbau kaufen, bei Karotten gibt es aber meines Erachtens keine Wahl. Bio oder gar nix. Die schmecken einfach besser.