Rosmarinblütenessig

Leider habe ich Ulrikes Rezept für Fliederessig zu spät gesehen. Unser Flieder war schon längst verblüht , als letzten Freitag nachmittag um kurz vor 5 Uhr der Sommer anbrach. Vielleicht ist er ja auch ertrunken, das kann man im Nachhinein nicht mehr sagen. Auch ein ausgedehnter Spaziergang gestern hat im (gefühlt) ganzen Stadtgebiet nur 3 noch blühende Fliederbüsche ergeben. Alle drei gut bewacht in Vorgärten, Mr Hudson hat mich zurückgehalten.

Dafür haben meine Rosmarinsträucher, die das letzte Nachtreten des Winters nur knapp überstanden hatten, unverschämt viele Blüten. Also hab ich heute auf dem Heimweg noch Apfelessig und Zitronen besorgt und mich dann mit den Bienen in die Schlange gestellt um die schönsten Blütenzweige. Die gepflückten Blüten habe ich verlesen, von Spinnen und vertrockneten Nadeln befreit, und dann mit Apfelessig und ein paar anderen Zutaten zu Rosmarinblütenessig angesetzt. Mal schauen, ob das was wird.

Rosmarinblütenessig

Zutaten:

  • 0,5 l Apfelessig
  • Schale einer kleinen Zitrone
  • 20g Akazienhonig
  • 10g Rosmarinblüten (ca.1 Tasse voll)

Zubereitung:

Blüten zupfen und von allem Lebendigen befreien. Die Zitrone heiß waschen und die Schale dünn abschälen. Alle Zutaten zusammen in ein verschließbares Glas angemessener Größe füllen und 6 Wochen mazerieren lassen.

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Santehansbeer im Winter

Erst kürzlich konnte ich die Johannisbeeren, oder wie sie im Allgäu heißen, Santehansbeer abholen, die meine Mutter im Sommer für mich geerntet und eingefroren hat. Und weil es schon Sonntag abend war und der Gefrierschrank notorisch überfüllt ist, hab ich die Beeren zu Marmelade verkocht. Meist mache ich aus Johannisbeeren Gelee, aber da mich die Kernchen nicht stören, hab ich mir diesmal nicht die Mühe gemacht. Wer will auch am Sonntag abend noch anfangen, Beeren zu entsaften.

Ich hab die (freundlicherweise bereits geputzten und entstielten) Santehansbeer mit normalem Zucker, gemischt mit ein paar Löffeln von Stephs Safran-Rosen-Zucker, und Gelfix vermischt und etwas stehen lassen.

Danach wird die Mischung ein paar Minuten gekocht, bis die Gelierprobe fest wird und dann in vorbereitete Gläser gefüllt.

Alles nur geklaut – Chilisalz

see below

Am 2.Januar in der Stadt mit dem neu eröffneten Kochbuch-Budget für 2010.  Zurückgekommen bin ich mit dem neuen Schuhbeck Gewürze-Kochbuch. Nun bin ich ja nicht der Welt größter Schuhbeck-Fan, und vieles in dem Buch finde ich ein bißchen zu viel. Chili-Vanille-Nudeln mit Erdnüssen und Basilikum oder Frischkäse-Thymian-Ravioli mit Tomaten-Kardamom-Sauce, das haut einen ja um. Die Zutatenlisten sind auch nichts, was man sich beim ersten Durchlesen behält. Ein bißchen wie im China Moon Cookbook. Trotzdem finde ich das Buch interessant und das eine oder andere kann man bestimmt noch etwas verschlanken. Sehr schön ist der erste Teil des Buches (immerhin 130 Seiten), wo viele Kräuter und Gewürze ausführlich beschrieben sind.  Hier gibt es Infos zu Herkunft und Geschichte, Qualität und Inhaltsstoffen, Verwendung in der Küche und gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Nachgemacht habe ich gleich mal das Chili-Vanille-Salz. Zum einen weil ich solche Mischungen mag, zum anderen, weil ich (fast) alles dazu da hatte und es ein prima Mitbringsel abgibt, das ich auch gleich brauchen konnte.

Schuhbecks Chili-Vanille-Salz

Zutaten:

  • 100g Meer- oder Steinsalz
  • 2 TL milde rote Chiliflocken
  • 1 TL grüne Chiliflocken
  • 1/4 TL Vanillepulver
  • 1 Prise Knoblauchpulver
  • 1 Prise Ingwerpulver

Alle Zutaten mischen. Und gleich mal dran schnuppern, das riecht so gut.

Chili-Vanilla-Salt

Saturday I was in town with the  2010 cookbook budget yet untouched and came back with the year’s first purchase, Schuhbeck’s kitchen of spices (Meine Küche der Gewürze). Well, I’m not the world’s greatest Schuhbeck fan and many of the book’s recipes are not exactly simple dishes. ‚Chili-vanilla noodles with peanuts and basil‘ or ‚ravioli filled with cream cheese and thyme in tomato sauce with cardamom‘ certainly knock your socks off. The lists of ingredients are as long as your arm and remind me of the China Moon Cookbook.  You will never be able to read the recipe and just merrily start cooking without constant reference to the book.

But nevertheless the book appealed to me and I had to have it. I will probably tune down some of the recipes or just use parts of them. I love the first part of the book – after all 130 pages – where spices and herbs are described in detail. You find information on their origin, history, quality, components, use in the kitchen, and influence on your health.

Straightaway I made the chili-vanilla-salt. On the one hand because I had (nearly) all ingredients at home, and on the other hand because it makes a nice gift, which just came handy.

Ingredients:

  • 100g good quality salt (sea salt)
  • 2 tsp milde red chili flakes
  • 1 tsp green chili flakes
  • 1/4 tsp vanilla powder
  • 1 pinch of garlic powder
  • 1 pinch of ginger powder

Mix all ingredients and keep in a tightly closed jar.