Blumenkohl-Curry-Suppe

Wenn meine Mutter nicht wusste, was sie kochen soll, hat sie immer schon mal einen Topf mit Wasser aufgesetzt. Bei mir geht es grundsätzlich mit geschmorten bzw. gebratenen Zwiebeln los. So auch dieses Mal. Dazu kamen dann nur noch etwas rote Currypaste, Blumenkohl, Kokosmilch und Ochsenbrühe aus dem Gefrierschrank, fertig ist die schnelle und wärmende Suppe. Die Curryblätter waren eine Notfalllösung, leider ist die Pflanze wegen Licht-, Wärme- oder sonstigem Mangel gerade am Eingehen und wirft ihre Blätter.

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Blumenkohl-Curry-Suppe

Zutaten:

  • 1 Zwiebel, gehackt
  • etwas Olivenöl
  • 1 EL rote Currypaste
  • 1 Blumenkohl
  • 200ml Kokosmilch
  • Gemüse- oder andere Brühe
  • Salz
  • Sojasauce
  • ein paar Curryblätter

Zubereitung:

In einem Topf etwas Öl erhitzen und die Zwiebel darin andünsten. Den Blumenkohl waschen und klein schneiden. Dann die Currypaste zu den Zwiebeln geben und etwas anbraten. Blumenkohl dazugeben und mit Kokosmilch und Brühe aufgießen, etwas salzen. Kurz vor Ende die Curryblätter dazugeben.

Nun köchelt das Ganze bis der Blumenkohl weich ist, dann muss nur noch mit Sojasauce abgeschmeckt werden.

Wer mag, kann auch weniger Brühe nehmen und etwas Reis dazu kochen.

 

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Fenchelsuppe mit Fisch und Gewürzstraße

Diesen Sommer waren wir in Frankreich, wo uns jegliches Gericht auf Schieferplatten mit liebevoll aufgestreuten Gewürzstraßen serviert wurde. Das sieht auch gut aus bei der etwas farblosen Fenchelsuppe, die allerdings auch ohne diesen Farbtupfer hervorragend schmeckt. Das Rezept ist aus meinem derzeitigen Lieblingssuppenkochbuch Suppenglück von Sonja Riker. Und weil die Suppe sehr schnell zubereitet ist, dient sie gleichzeitig als Beitrag zum Blog-Event Cucina rapida.

Fenchelsuppe mit Fisch

nach Sonja Riker: Suppenglück

Zutaten:

  • 3-4 Knollen Fenchel
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Zucker
  • etwas Butter
  • 1/4l Weißwein
  • Zitronensaft
  • 1 Stück getrocknete Zitronenschale
  • 1/2 Espressolöffel gemahlene Vanille
  • 1/2 TL Anis
  • Pfeffer
  • Brühe
  • 400g Fischfilet

Zubereitung:

Der Fenchel wird gewaschen, geputzt in in grobe Würfel geschnitten, die Zwiebel geschält und grob gewürfelt. Den Zucker in einen Topf geben und vorsichtig hellbraun karamellisieren lassen, dann die Butter dazugeben und zu Karamell aufschlagen. Die Gemüse und Gewürze dazugeben, mit Wein und Brühe aufgießen. Sobald das Gemüse weich ist, wird die Suppe püriert und abgeschmeckt. Den in Stücke geschnittenen Fisch hineingeben und ein paar Minuten gar ziehen lassen. Mit etwas Piment d’Espelette bestreuen.

Zucchini-Limetten-Suppe

Noch ein Rezept aus dem Kochbuch von Sonja Riker. Wir haben sie als Vorspeise gegessen, dazu gab es einen kleinen Fischspieß.

Zucchini-Limetten-Suppe

Quelle: Sonja Riker: Suppenglück

Zutaten:

  • 400g Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • Olivenöl
  • 0,5l Gemüsebrühe
  • 1/2 Limette, Saft und Schale
  • 2 cm Vanillestange
  • schwarzer Pfeffer
  • Fischfilet
  • Chili-Vanille-Salz

Zubereitung:

Die Zwiebel würfeln und im Öl andünsten, die in Stücke geschnittenen Zucchini dazugeben. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, mit Pfeffer, Limettenschale und -saft würzen. Das Vanillemark aus der Stange kratzen und ebenfalls dazugeben. Das ausgekratzte Stück kann man mitkochen lassen.

In der Zwischenzeit den Fisch in Streifen oder Stücke schneiden und auf Holzstäbchen auffädeln. Mit Chili-Vanille-Salz würzen und in Olivenöl anbraten.

Wenn die Zucchini weich ist, die Suppe pürieren und nochmal abschmecken. Zusammen anrichten, mit fein geschnittenen Lauchzwiebeln garnieren.

Bohnen-Apfel-Eintopf

Kürzlich habe ich das Suppenglück von Sonja Riker gekauft, ein schön gemachtes Kochbuch, das richtig Lust auf Suppen macht. Bei mir gehört da nicht viel dazu, ich bin für ein Schälchen Suppe eigentlich immer zu haben. Das Kochbuch ist nach Kapiteln aufgeteilt, die so nette Namen haben wie Bauchwärmer, Seelentröster oder Glücksbringer.

Heute habe ich mich an den Apfel-Bohnen-Eintopf mit Nelken und Hackfleischbällchen gemacht, ein Rezept aus der Rubrik Sattmacher. Ich war mir nicht sicher, ob ich Äpfel in der Suppe mag, aber das schmeckt überraschend gut. Statt Tomatenflocken habe ich gehackte getrocknete Tomaten genommen, derlei exotische Zutaten gibts bei uns in der Provinz nicht. (Ich treib den Gewürzhändler auf dem Markt schon in den Wahnsinn mit meinen ausgefallenen Wünschen, weder Zimtblüten noch Tellicherry Pfeffer sind hier zu haben.) Beim Mischen der Quatre-Épices- Gewürze habe mich mich auch nicht an die Mengenangaben halten: da ich nur noch einen Rest Ingwerpulver hatte, musste ich die anderen Mengen dem anpassen. Im Zehntelgrammbereich ist das nicht so einfach, also hab ich so viel genommen, wie mir passend erschien und es gut roch. Es erübrigt sich, zu sagen, dass ich zuwenig Bohnen hatte und drum mit Karotten ‚gestreckt‘ habe, vom Bohnenkraut (das im Original verwendet wird) wieder mal gar nicht zu reden.

Das Ergebnis war sehr, sehr lecker, das gibts bestimmt bald mal wieder!

Bohnen-Apfel-Eintopf mit Nelken und Hackfleischbällchen

(Quelle: Sonja Riker: Suppenglück)

Zutaten:

  • 1/2 Zwiebel
  • 250g Rinderhack
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • Pfeffer + Salz
  • 300g  grüne Bohnen
  • 1 Karotte
  • 200g weiße Bohnen, gekocht
  • 1,5 Zwiebeln
  • 1 großer Apfel
  • Olivenöl
  • 1,5l Gemüsebrühe
  • 2 EL gehackte, getrocknete Tomaten
  • 1 knapper TL Quatre Épices (1Teil Nelken, 3 Teile Muskat, 4 Teile Ingwer, 2 Teile schwarzer Pfeffer)

Zubereitung:

Aus Hackfleisch, fein gehackter Zwiebel, Semmelbrösel und Ei eine Teig mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Kühl stellen.

Die Bohnen waschen, putzen und kleinschneiden, die Karotte waschen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und kleinhacken, den Apfel schälen und ohne Kerngehäuse in Würfel schneiden.

Die Zwiebel und Karottenscheiben in etwas Öl dünsten, dann die Apfelstücke mit den getrockneten Tomaten und den Gewürzen dazugeben und mitdünsten. Die Bohnen hinzufügen und mit Brühe aufgießen, köcheln lassen, bis die Bohnen bißfest sind. Dann die abgetropften und abgespülten weißen Bohnen zufügen. Auf dem Hackfleisch kleine Kugeln formen und 10 Minuten in der Suppe ziehen lassen.

Fenchelsuppe

Eines der wenigen Gemüse, das in unserem Haushalt ungeteilte Zustimmung hervorruft, ist erstaunlicherweise Fenchel. Irgendwie ist das ein Gemüse, das nicht zu den beliebtesten gehört, was ich sogar verstehen kann, auch wenn ich es gerne mag. Vor allem roh. Da das aber nun gar nicht geht, gibts Fenchel bei uns normalerweise gebraten oder gegrillt.

In Schubecks Gewürze-Kochbuch hab ich nun eine Fenchelsuppe entdeckt, die (wenn man so ein paar Schuhbecksche Schnörkel weglässt) schnell geht und lecker schmeckt. Er mag das Personal haben, um in einer pürierten Suppe nochmal ein Scheibchen hiervon und davon mitziehen zu lassen und das ganze dann wieder abzusieben. Ich nicht. Außerdem hab ich mehr Fenchel genommen, als der Meister, und weniger Sahne. Die Einlage in Form von Nürnberger Bratwürsteln hab ich auch weggelassen, das war mir zu viel.

Fenchel-Curry-Suppe

(nach Schubeck: Meine Küche der Gewürze)

für 6 Personen

Zutaten

  • 3 Fenchelknollen
  • 12ml Gemüsebrühe
  • 1 geh. TL Fenchelsamen
  • 100g Sahne
  • 1-2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Scheibe Ingwer, fein gehackt
  • 1/2 – 1 TL Currypulver
  • Salz, Chili
  • (1 Msp abgeriebene Orangenschale )
  • Pernod

Zubereitung:

Den Fenchel putzen, gründlich waschen und kleinschneiden. Fenchel, Knoblauch und Ingwer mit der Brühe und den Fenchelsamen in 15 Minuten knapp weich köcheln.  Das Rezept sieht vor, dass die Suppe mehr zieht als kocht, das hatte ich in der Eile aber übersehen.

Die Sahne dazugeben und alles pürieren. Mit Currypulver, eventuell Salz und Chili würzen. Orangenschale hatte ich keine, könnte ich mir aber auch gut vorstellen. Ich hab stattdessen Pernod genommen, das war sehr fein.

Wers braucht kann die Suppe dann nochmal passieren, um auch den letzten Rest an festen Bestandteilen zu entfernen.

Not- und Restesuppe

Die Avocado, die ich aufgeschnitten habe, hatte nur so getan, als ob sie reif wäre. Sie ließ sich am Stiel eindrücken, beim Schneiden war aber schon klar, das Ding ist hart. Leicht irritiert hab ich sie in Würfel geschnitten und mit Zitronensaft gebadet, bis mir denn was einfiele.

Am nächsten Tage habe ich sie dann zusammen mit einer Handvoll gekochter weißer Bohnen, die von einem Salat übrig waren, zu einer Suppe verarbeitet. Lecker sämig und ein bißchen zitronig.

Avocadosuppe

(für 2 Personen)

Zutaten:

  • 1 Avocado (auch unreif)
  • 1 Handvoll weiße Bohnen, gekocht
  • 0,5 l Gemüsebrühe
  • Saft einer Zitrone (ggf. weniger)
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Chili

Zubereitung:

Die Avocado in Würfel schneiden und mit Zitronensaft beträufeln.

Die Bohnen in der Brühe aufkochen und kochen lassen, bis sie ganz weich sind. Die Avocado dazugeben, nur warm werden lassen. Dann pürieren und würzen.