Zucchini mit Raukepesto

Den ganzen Sommer über essen wir Zucchini-Carpaccio in den verschiedensten Varianten, jetzt wo es ein bisschen kühler wird, haben wir eine weitere Variante ausprobiert. Die Zucchinischeiben werden in der Pfanne kurz gebraten und aus der Rauke und dem Käse wird ein Pesto. Das Pesto habe ich nach einem Rezept von Joshua Clever etwas abgewandelt. Als Käse hatte ich einen eher milden französischen Blauschimmel, hier kann man mit schärferem Käse, z.B. Roquefort sehr schön am Geschmack drehen.

Zucchini mit Raukepesto

(für 2 Personen als Vorspeise)

Zutaten:

  • 1 mittelgroßer Zucchino
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1/2 Bund Rauke
  • ein paar Blätter Minze
  • 30-50g Blauschimmelkäse
  • 40g Walnüsse
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Zucchini werden in ca. 5 mm dicke Scheiben geschnitten und in Olivenöl kurz gebraten bis sie Farbe haben. Danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Rauke wird gewaschen und geputzt, ebenso die Minze. Die Walnüsse werden in einer trockenen Pfanne etwas geröstet. Alle Zutaten in einem Mixer pürieren: zuerst die Blätter einschichten, dann mit Nüssen, Käse und Öl beschweren, dann mischt sich das schneller. Den Knoblauch gebe ich gepresst dazu, damit sicher keine Stückchen bleiben. Öl nimmt man, soviel es braucht, um die Masse geschmeidig zu machen.  Am Schluß großzügig mit Pfeffer und vorsichtig mit Salz abschmecken.

Die Zucchinischeiben auf einem Teller auslegen und etwas Pesto draufgeben. Wer Fingerfood machen will, deckt jede Scheibe mit Pesto nochmal mit einer weiteren Scheibe Zucchini ab.

 

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Dip auf syrisch

Meine neueste Errungenschaft – Granatapfel, Sumach & Zitrusduft von Silvana Rowe – ist ein echtes Schätzchen. Wenn das Buch jetzt noch ein Lesebändchen hätte, würde ich ihm volle Punktzahl geben. Das erste Rezept daraus ist ein Dip aus Damaskus: Zucchini-Moutabel. Das Rezept ist einfach, etwas aufwendig, aber es lohnt sich. Im Original wird gehackte Petersilie daruntergemischt, ich habe mich für etwas Chili entschieden.

Zucchini-Moutabel

(nach Silvena Rowe: Granatapfel, Sumach & Zitrusduft)

für 6 Portionen:

Zutaten:

  • 3 mittelgroße Zucchini
  • 4 EL Olivenöl
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 EL Tahini
  • 2 EL Naturjoghurt
  • 1 TL Chili
  • Salz

Zubereitung:

Die Zucchini längs in hauchdünne Scheiben (Sparschäler!) schneiden, im heißen Olivenöl goldgelb backen und auf Küchenpaper abtropfen lassen. Dann mit den restlichen Zutaten mischen und grob zerstampfen.  Auf gerösteten Brotscheiben servieren.

Pfannkuchen mit Zucchiniblüten

Dieses Jahr hab ich wieder mal einen Versuch mit Zucchinipflanzen gemacht. Bisher hat das nie so recht geklappt, aber ich geb nicht als Erste nach! Auf dem Markt hab ich drei Pflänzchen gekauft, eine grüne und eine gelbe Zucchini und eine Gurke. Klein sehen die ja irgendwie gleich aus, macht nix, dacht ich mir, ich kann ja, wenn sie groß sind, doch eine Zucchini von einer Gurke unterscheiden.  Alle drei standen, bis zum Umzug in große Kübel, in einem Balkonkasten auf der Blumentreppe am Haus. Also, ich halte das für eine Blumentreppe. Meine Katzen halten es für eine Katzentreppe und weigern sich, ihre eigene zu benutzen. Die von Mr Hudson liebevoll gezimmerte. Nee, man muss immer über die Blumentreppe flitzen. Eines schönen Morgens dann, war dem nächtlichen Katzengerangel eines der Pflänzchen zum Opfer gefallen. Aber welches? Ich habe dann keines nachgekauft, am Ende hätt ich dann zwei von einer Sorte gehabt.

Wie sich rausstellte, war es die Gurke, die es erwischt hatte und ich hab zwei leicht traumatisierte Zucchinipflanzen, die sich möglicherweise aufgrund dieser frühkindlichen Schäden sehr schwer damit tun, Früchte zu produzieren.Die gelbe hatte sich so erschreckt, dass sie Läuse bekam. Das konnte ich aber mit Hilfe von selbstgemachter Brennesseljauche schnell abstellen. Glücklicherweise reichten wenige Behandlungen, es roch bei uns dann doch sehr ländlich.

Aber immerhin, ab und zu gibt es ein, zwei Zucchini, eine Schwemme stell ich mir aber irgendwie anders vor. Kürzlich hatten sie aber dann mal ein paar Blüten gleichzeitig, die ich ernten konnte. Zum Füllen hat es nicht gereicht, aber für einen Blütenpfannkuchen. Dem habe ich auch noch ein paar Zucchiniraspel und etwas von meinen selbstgezogenen Chilies hinzugefügt.

Die geputzten Blüten werden in Knoblauch in der Pfanne kurz angebraten.

Nun kommt der Pfannkuchenteig mit den Zucchiniraspeln darüber und das Ganze wird gebacken wie üblich. Glücklich, wer eine bessere Pfanne hat als ich, in diesem sauteuren Nanoteil klebt alles fest. Aber der erste Pfannkuchen wird ja nie was. Das ist er hier, etwas zerzaust, aber sehr lecker.

Dazu passt, wie ich finde,  am besten ein Tomatensalat.

P.S. Wenn du zu den Menschen gehörst, deren Zucchinipflanzen hemmungslos Früchte produzieren, bin ich für Tipps immer dankbar! Allerdings weigere ich mich, die Dinger zu düngen. 🙂 Wüsst auch gar nicht, wann. Jedesmal, wenn sie auch nur ansatzweise trocken werden, regnet es schon wieder.

Varianten von Zucchini-Carpaccio

Zur Zeit besteht mein Leben – das von Montag bis Freitag – aus Arbeit, Arbeit, Arbeit und Schlafen. Da ist kein Platz fürs Kochen (in Hotelzimmern eh nicht), geschweige denn fürs Bloggen. Aber das wird wieder. Irgendwann. Im Herbst vielleicht.

In solchen Notzeiten greife ich gerne auf Klassiker zurück, da ich weder Zeit noch Muße habe, Kochbücher oder Blogs zu wälzen und fürs Wochenende etwas zu planen.  Einer dieser Klassiker, den ich letztes Jahr schon hier vorgestellt habe, ist das Zucchini-Carpaccio. Tauglich als Vorspeise und an heißen Tagen, sollte es mal wieder welche geben, auch als Hauptgericht.

Hier nun zwei Varianten.  Zucchini und Rauke bilden hier das Standbein, der Käse ist das Spielbein.

Variante 1: mit Schafskäse und Chili

Variante 2: mit gelber Zucchini und Red Leicester

Zucchini mit Schafskäse

Ein schnelles Essen unter der Woche. Beim samstäglichen Marktbesuch kaufen wir eigentlich immer Zucchini, die lassen sich einfach sehr vielseitig verwenden. Ob kurz angebraten im Salat oder als Röllchen, Risotto, Pastasauce, egal, Zucchini geht immer.

Hier habe ich einfach schnell improvisiert, dazu gabs die Reste vom Krustenbrot vom Wochenende.

Zucchini mit Schafskäse

für 2 Personen

Zutaten:

  • 2 mittelgroße Zucchini
  • Olivenöl
  • 1 Flasche Tomatenstücke (500g, z.B. LaSelva)
  • Salz, Pfeffer
  • Baharat
  • getrocknete Minze
  • Schafskäse

Zubereitung:

Den Backofengrill vorheizen.

Die Zucchini in Stücke schneiden. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Zucchinistücke darin etwas anbraten. Wenn Sie Farbe bekommen haben, dann mit den Tomatenstücken aufgießen und würzen. Bei relativ hoher Hitze etwas einkochen lassen.

In eine feuerfeste Form geben und den grob zerbröckelten Schafskäse darübergeben. Unterm Grill backen, bis der Käse braun wird.

Dazu paßt Baguette oder Ciabatta.

„Getrüffeltes“ Gemüse zu Zitronen-Kalbsbraten

Ist alles ein bißchen hektisch gerade. Letzten Freitag abend ist ein Katzenkind bei uns eingezogen und muß jetzt erst mal ‚in die Gruppe eingegliedert‘ werden. Wobei die ‚Gruppe‘ aus einem wohlgenährten 13-monatigen Kater besteht, der die Idee anfänglich ziemlich doof fand. Aber es wird. Weiteres Problem: Kleine Kätzchen wollen oft fotografiert werden und das ist der Grund für diesen dürftig bebilderten Eintrag. Die Akkus waren mal wieder leer.

Der Kalbsbraten braucht zwar seine Zeit fürs Marinieren, macht aber überhaupt keine Arbeit (gut wenn in der Küche auf der Katzen-Ebene nur gefaucht wird). Und das Gemüse geht eh flott. Es heißt übrigens ‚trifolate‘, weil die Mischung aus Knoblauch und Petersilie einen trüffelähnlichen Geschmack verleihen soll. Das find ich zwar nicht, aber es schmeckt trotzdem gut. Im Klassiker von Kaltenbach und Cerabolini Aus Italiens Küchen gibt es Zucchine trifolate und Funghi trifolati, hier hat beides zusammen in die Pfanne gefunden.

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Verdure trifolate

(für 2 Personen)

Zutaten:

  • 2 kleine Zucchini
  • 6 Champignons
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Handvoll Petersilie
  • Olivenöl
  • Salz

Zubereitung:

Die Zucchini in kleine Würfel schneiden, die Pilze in Scheiben; die Petersilie hacken. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, die Hälfte der Petersilie und eine halbe durchgepresste Knoblauchzehe hineingeben. Dann die Pilze dazugeben, salzen und einige Minuten schmoren. Danach die Zucchini dazugeben und mitschmoren. Die restliche Petersilie und die andere Hälfte der Knoblauchzehe durchgepreßt dazugeben. Nochmal ein paar Minuten schmoren, dann servieren.

Quelle: nach Marianne Kaltenbach und Virginia Cerabolini: Aus Italiens Küchen

Arrosto al limone

(für 2 Personen)

Zutaten:

  • 400g Kalbsbraten
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Zitrone, Saft davon
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Olivenöl und Zitronensaft in ein leeres Einmachglas geben und schüteln bis die Mischung emulgiert. Das Fleisch waschen, trockentupfen, salzen und pfeffern. Das Fleisch in einen Gefrierbeutel geben, die Zitronen-Öl-Mischung dazugeben, die Luft absaugen und den Beutel verschließen. So kommt die Marinade überall hin. Für 3 Stunden in den Kühlschrank legen und immer mal wieder wenden und leicht durchkneten.

Das Fleisch mit der Marinade in einen Topf geben, ca 150ml Wasser dazu, aufkochen lassen  und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Man sollte immer mal wieder mit einem Kochlöffel aufs Fleisch drücken, um zu kontrollieren, ob es schon gar genug ist. Es sollte noch etwas weich sein, aber ein bisschen Widerstand bieten, ist (leider) Erfahrungssache. Bitte nicht zu lange drin lassen, sonst wird es trocken und strohig. Ich weiß, wovon ich rede!

Wenn das Fleisch weich ist, wird es im Ofen abgedeckt warmgestellt und die Sauce eingekocht. Sie darf ruhig etwas sauer sein, das verträgt das Fleisch sehr gut.

Quelle: Der Silberlöffel

Zusammen mit dem Gemüse und etwas Ciabatta ein leckeres und leichtes Abendessen.

Aufwärmübung: Zucchinipuffer

So langsam koche ich mich warm fürs 1st Mediterranean Cooking Event – Turkey bei Tobias (Geduld, Geduld, das kommt noch). Heute aber erst mal ein eher nur türkisch inspiriertes Rezept. Die Puffer gibt es bei unserem „Lieblingstürken“ um die Ecke, und weil sie so gut sind, wollte ich das auch mal ausprobieren.

Fototechnisch nicht gerade eine Sternstunde (nicht dass ich da sonst besonders begabt wäre), aber ich hatte vergessen, dass die Akkus vom Foto leer waren. Erst wollte ich mich meinem Schicksal ergeben und eben keine Fotos machen, dann fiel mir aber ein, wo noch welche drin sind: in der Waage. Also flugs ins Bad gewetzt, derweil die Puffer schon einem mittleren Holzkohlegrad entgegenschmurgelten. Und nun leisten die Akkus im Foto viel bessere und sinnvollere Dienste, als in der Waage. Wer braucht schon eine Waage.

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Zucchinipuffer mit Karotten und Schafskäse

(für 2)

Zutaten:

  • 3 mittelgroße Zucchini
  • 1 mittlere Karotte
  • 100g Schafskäse
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • etwas Zitronenschale
  • 4 EL Semmelbrösel
  • 2 Eier
  • 1-2 TL getrockneter Dill oder die entsprechende Menge frischer
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung:

Die Zucchini und Karotte waschen und raspeln. Mit etwas Salz vermischen und einige Minuten stehen lassen. Dann zwischen den Händen oder in einem Tuch ausdrücken. Am besten geht das mit einer Gemüsereibe mit Julienne-Einsatz. Den Schafskäse zerdrücken oder auch reiben. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Alles bis auf das Öl vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Aus der Masse Puffer formen und auf jeder Seite einige Minuten braten.

Puffer in der Pfanne